Geschichte

Geschichte Schnottwil

Im Mittelalter gehörte unsere Landschaft zur Landgrafschaft Burgund, die in drei Gerichtskreise eingeteilt war.
Unser Dorf war eine dieser Gerichts- oder Dingstätten, welche von den Zähringern - den Grafen von Buchegg - zur Rechtspflege übertragen wurden.
In diesem Zusammenhang wird „Snotwile“ 1261 erstmals urkundlich als Ort der Grafschaft Buchegg erwähnt.



Mühlesteine im Steigrüebli

Burgerspital Bern

Lange Zeit besassen die Klöster Frienisberg und Fraubrunnen Güter in Schnottwil.

Später, um 1350, erwarb sich das Burgerspital Bern Zehntrechte in unserer Gemeinde.

Aus dieser Verbindung stammt auch das Gemeindewappen mit gelbem Dreispiess auf rotem Grund. Das Burgerspital Bern hatte dasselbe Wappen, allerdings schwarz auf gelbem Grund.


Burgerspital Bern - Schnottwil

Solothurner Bezirk

Am 1. Mai 1391 verkaufte Elisabeth von Bechburg als letzte direkte Nachkomme der Buchegger und Gattin des in der Schlacht von Sempach 1386 gefallenen Freiherrn von Bechburg die schwer verschuldete Herrschaft Bucheggberg mit der Herrschaft Balmegg um 500 Gulden an Solothurn. Schnottwil wurde damit solothurnisch.


Kanton Solothurn

Weitere Geschichte

Bedeutungsvoll wurde für Schnottwil Ende des 15. Jahrhunderts die Oeffnung der Mühlesteingrube, die erstmals in einem Kaufakt vom Jahre 1474 erwähnt wird.
Einen eigentlichen wirtschaftlichen Aufschwung nahm Schnottwil in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Mühlesteinhauerei blühte und brachte Verdienst. Die politische Wende in unserem Lande, die dem Landvolk Selbstbestimmungsrechte in verschiedener Hinsicht brachte, wirkte sich aus. Es durften Vereine gegründet werden und der Staat war bestrebt, das Gebiet besser zu erschlies-sen (Bau der neuen Bernstrasse 1846/47).
Es folgten dann aber böse wirtschaftliche Rückschläge.
Trockenjahre führten zu eigentlichen Hungerjahren und die Gemeindebehörde war froh über jeden, der das Dorf verliess. Aus Amerika kam die Kunde, dass dort Gold mit Leichtigkeit zu finden und man nach kurzer Zeit reich wäre. Das Goldfieber erreichte auch Schnottwil und ganze Familien entschlossen sich auszuwandern, zumal auch die Mühlesteingrube geschlossen werden musste.


Mühlesteinabbau

Türmli Schnottwil

1868 erhielt das im Jahre 1820 erbaute Schnottwiler-Schulhaus einen Turm.
Das solothurnische Schnottwil liegt, auf drei Seiten vom Kanton Bern eingeschlossen, am westlichen Ende des Bucheggberges.
Flächenmässig erstreckt sich das Gemeindegebiet von Schnottwil über 716 Hektaren, wovon 494.44 Hektaren offenes Land und 221.56 Hektaren Wald zu verzeichnen sind.
Schnottwil war ehemals ein reines Bauerndorf.
An der Ansiedlung von Industrie hatten die Bauern wenig oder kein Interesse.
Rein äusserlich gesehen, blieb der typisch bäuerliche Charakter in unserer Gemeinde erhalten. Soziologisch aber vollzog sich in den letzten Jahrzehnten eine bedeutende Verlagerung zugunsten der unselbständig Erwerbenden. Wesentliche Teile der dringendsten Infrastrukturprojekte sind in den letzten vier Jahrzehnten realisiert worden: Güterzusammenlegung, Bau eines Primarschulhauses mit Turnhalle, Waldzusammenlegung, Gemeindewasserversorgung, Ausbau von Dorf- und Flurwegen, und Ortsplanung.


Gemeindehaus Schnottwil

(C) 2012 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken